Kategorie: Gier und Habsucht


  • Während der unruhigen Nachkriegszeit wurde in der Landgemeinde Hemden bei Bocholt ein beispielloser Doppelmord verübt. Die Polizei tappte lange im Dunkeln. Erst Jahre später gelangen – auch anhand neuer Methoden – Fortschritte bei den Ermittlungen. Das Undenkbare wurde schließlich zur Gewissheit.           Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstands von Compiègne am 11.11.1918 endete auf…

  • Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg waren geprägt von Hunger, Chaos und Gewalt. In sogenannten Hamsterzügen strömten täglich Tausende aus dem Ruhrgebiet in das benachbarte Münsterland. Auf den Bauernhöfen versuchten die Hungernden ihre wenigen Habseligkeiten gegen Lebensmittel einzutauschen. Unter ihnen auch viele, die sich einfach nahmen, was sie brauchten – ohne Rücksicht auf Verluste.   …

  • Die historische Figur des Kiepenkerls gilt als ein Symbol des Münsterlandes und ist bis heute positiv besetzt. Dem wandernden Händler wurden nicht nur zahlreiche Denkmäler gesetzt, sondern er muss bis heute mit seinem Namen für Saatgut, Gaststätten und sogar Radiosender herhalten. Aber nicht allen Kiepenkerlen waren die Leute wohlgesonnen, denn es gab auch zwielichtige Gestalten…

  • An einem Vormittag im Mai stand der Knecht Heinrich Hachmann vor der Tür des Dr. Wilp. Der Schöppinger Landarzt solle schnell mit in die Bauerschaft Heven kommen, dort sei ein schlimmes Unglück geschehen. Was Dr. Wilp dort vorfand, war allerdings mehr als ein Unglücksfall: Es war der traurige Höhepunkt eines langjährigen und erbitterten Nachbarschaftsstreites.     …

  • In einer Sommernacht wurde auf der Chaussee zwischen Wüllen und Stadtlohn ein junger Mann erschossen. Die Spur der Ermittler führte in das Dickicht eines neuen Milieus, das in Ahaus nach dem 1. Weltkrieg entstanden war. Im Januar 1925 kam es schließlich zu einem vielbeachteten Indizienprozess vor dem Schwurgericht in Münster. Engelbert Hoogen kannte die Straßen…

  • Die Bewohner des Liesner Hofes in Almsick wurden schon seit Jahrzehnten immer wieder von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht. Doch allen Tragödien zum Trotz war Antonia Hilbt, die älteste Tochter des Hauses, eine lebensfrohe und allseits beliebte junge Frau. Als designierte Hoferbin war sie außerdem eine umworbene Partie. Doch da war noch jemand, dem das alles missfiel. …

  • Henrica Kösters aus Gronau hatte schon länger Angst vor ihrem unangenehmen Nachbarn. Der wollte sie unbedingt davon abhalten, auf ihre alten Tage noch zu heiraten. Dann lag Kösters an einem Morgen im Oktober 1856 plötzlich tot im Bett. Theodor Tümmers war für allerlei Schandtaten zu haben. Aber ein Trinker, das war er gewiss nicht. Am…

  • Gerhard Rademacher aus der Borkener Bauerschaft Hoxfeld strebte nach sozialem Aufstieg und Besitz. In seiner Geltungssucht waren ihm alle Mittel recht, möglichst ohne sich selbst die Hände zu beschmutzen. Auch als ihm sein 18 Jahre älterer Schwiegersohn im Weg stand, ließ er andere die Drecksarbeit verrichten.  Vorsichtig trugen die Männer den alten Wenzel Sommers in…