Der Letter Bruch war ein gottverlassener Ort. Bis weit ins 19. Jahrhundert bildete dieser wilde Ödlandstreifen eine natürliche Grenze, die das Westmünsterland und das Kernmünsterland trennte. Ein unwegsames Niemandsland, das anständige Leute mieden. Doch für Menschen am äußersten Rand der Gesellschaft war er ein Zufluchtsort.
„Um Gottes willen!“ Der markerschütternde Schrei einer Frau gellte durch die eisige Neujahrsluft des Jahres 1910 und schnitt Derk Kollenveld wie eine Klinge ins Fleisch. Er rannte. Seine Stiefel versanken im tiefen, gefrorenen Matsch des Letter Bruches, während der Atem schmerzhaft in seiner Lunge brannte. Hinter ihm, in der Düsterkeit der alten Viehhütte, tobte der Wahnsinn.
Es war erst acht Uhr morgens, doch der billige Schnaps hatte ihre Sinne vernebelt, und das schon seit Tagen. Eine explosive Mischung aus Eifersucht, Alkohol und purem Hass war eskaliert. Hermann Bovenkamp hatte das Messer gezogen. Die kalte Klinge blitzte im Dämmerlicht auf, und sofort fuchtelte der Kerl blind vor Wut mit ihr um sich. Wegen seiner kurzen Lunte hatte man Bovenkamp den Namen „Jan den Düwel“ gegeben.
Derk war ebenfalls sturzbetrunken. Einen kurzen Augenblick lang hatte er dem Düwel noch die Stirn geboten. Ein Handgemenge. Er konnte in seinem Zustand zwar kaum noch geradeaus gehen, doch sein Instinkt funktionierte noch. Und der sagte ihm, dass es besser sei, schnellstens das Weite zu suchen. Was sollte er in der Hütte auch noch tun? Die Schnapsvorräte waren ohnehin zur Neige gegangen. Also nichts wie weg. Katharina ließ er in der Hütte zurück. Aber das kümmerte ihn nicht.
Jetzt stand Derk keuchend am Waldrand und starrte zurück auf die einsame Hütte im fahlen Winterlicht. Er entschied sich, erst einmal keinen Fuß mehr hineinzusetzen. Die Stille des Moores schluckte jeden weiteren Laut. Aus Angst vor dem „Düwel“ floh Derk in die Einsamkeit des Letter Bruches, nicht ahnend, dass dieser Neujahrsmorgen sein Leben für immer verändern würde.
Abbildung 1: Die Einöde hat einen Namen – Das Letter Bruch
Der Letter Bruch – Zufluchtsort der Unterschicht
Derk Kollenveld stammte aus Almelo in den Niederlanden, wo er 1860 geboren wurde. In besseren Zeiten hatte er mal als Maurer und als Tagelöhner gearbeitet. Als 19-Jähriger hatte er dort etwas überstürzt die zwei Jahre ältere Hendrika Gezina Hinnen geheiratet. Am Silvestertag 1879, vier Monate nach der Heirat, kam das erste Kind zur Welt, welches jedoch noch am selben Tag verstarb. Bis 1891 folgten sechs weitere Kinder, von denen nur eine Tochter das Erwachsenenalter erreichen sollte. Die übrigen fünf Kinder wurden tot geboren oder überlebten ihre Kindheit nicht.
Derk Kollenveld wurde am 18.03.1860 in Almelo in den Niederlanden geboren. Er heiratete am 01.08.1879 in Almelo die am 10.04.1858 geborene Hendrika Gezina Hinnen. Die Eheleute hatten zehn Kinder:
Derk *31.12.1879 in Almelo +31.12.1879
Jenneken *09.01.1881 Almelo +08.02.1882 Almelo
Jenneken Aleide *04.08.1882 in Almelo +12.01.1903 Almelo
Hendrik Jan *12.05.1885 in Enschede +08.04.1895 Almelo
Derk *06.11.1886 in Enschede +24.11.1886 in Enschede
N.N. *05.07.1889 +05.07.1889 in Eschede (totgeborenes Kind weiblich)
Während dieser Jahre lebte die junge, leidgeprüfte Familie in Almelo und Enschede. Doch Anfang der 1890er-Jahre endete Derks Leben als Sesshafter abrupt. Vermutlich hatte schon zu diesem Zeitpunkt der Alkohol von ihm Besitz ergriffen. Mit unbekanntem Ziel kehrte er seiner Heimat und seiner Familie den Rücken. Für seine verlassene Ehefrau brachen damit erst recht schwere Zeiten an. Um 1894 versuchte sie, ihren Ehemann mit rechtlichen Mitteln zur Rückkehr zu bewegen. Das erwies sich jedoch als schwierig, weil Derk unauffindbar war.
Also reichte seine Frau die Scheidung ein. Das Verfahren sollte sich jedoch noch über viele Jahre hinziehen, weil Derk untergetaucht blieb. Seine Frau sah sich offenbar während dieser Zeit ebenfalls nicht mehr an ihren Treuschwur gebunden und bekam von 1897 bis 1900 noch drei weitere Kinder. Der leibliche Vater dieser Kinder ist unbekannt. Auf dem Papier war jedoch weiterhin Derk Kollenveld der Vater, auch wenn er verschwunden blieb.
Im Sommer 1900 war es den niederländischen Behörden schließlich gelungen, Derks Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Die Scheidung konnte nun auch endlich rechtlich vollzogen werden. Man hatte ihn in Münster aufgespürt, wo er zu diesem Zeitpunkt in der Wevelinghofergasse gemeldet war, einem berüchtigten Arme-Leute-Viertel in der nördlichen Altstadt. In der gleichen Straße hatte Derk auch schon 1895 gewohnt, wenn auch nicht dauerhaft. Schon zu dieser Zeit war er nicht allein, sondern in Begleitung einer Frau.
Bei seiner Gefährtin handelte es sich um Katharina Lammers, die sechs Jahre älter war als Derk selbst. Katharina stammte aus Erle und war mit dem Lumpensammler Johann Bernhard Stockhoff aus Heiden verheiratet gewesen. Ihr Mann starb jedoch im Januar 1892 und hinterließ eine mittellose Witwe. Wann sich Katharinas und Derks Wege erstmals kreuzten, ist nicht mehr feststellbar. Es muss aber irgendwann zwischen 1892 und 1895 gewesen sein, als sie sich erstmals begegneten.
Angekommen in der sozialen Unterschicht, zogen Derk und Katharina seitdem durch das Münsterland. Mal tauchten sie in Wesel auf, mal in Nottuln und mehrmals in Münster. Aber an keinem Ort wurden sie wirklich sesshaft. Sie bezeichneten sich zwar als Eheleute, aber es muss bezweifelt werden, ob sie tatsächlich verheiratet waren. Vermutlich täuschten sie ihre Ehe lediglich vor, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Vielleicht war dies auch der Grund, dass es 1901 Probleme mit den preußischen Behörden gab. Im Sommer dieses Jahres wurde das Paar offiziell des Landes verwiesen und nach Holland abgeschoben.
Abbildung 2
Irgendwann führte ihr Weg sie jedoch wieder ins Münsterland zurück – legal oder illegal –, wo sie als Landstreicher weitere Jahre durch die Region zogen. Das Wenige, was sie zum Leben brauchten, beschafften sie sich durch Bettelei und Gaunereien – und das war vor allem Schnaps. Im Spätherbst des Jahres 1909 hatten sie es sich schließlich in jener besagten, armseligen Hütte im Letter Bruch eingerichtet. Gefangen in Armut und Sucht führten sie dort ein elendes Dasein ohne Hoffnung und Perspektive. Katharina hatte es dabei doppelt schwer, weil sie immer wieder Kollenvelds Übergriffen ausgeliefert war, vor allem wenn er getrunken hatte. Und das war nahezu täglich der Fall.
Der Letter Bruch – Rückzugsort Krimineller
Als der Winter ins Land zog, brauchte auch Hermann Bovenkamp, alias Jan den Düwel, ein Dach über dem Kopf. Kurz vor Weihnachten 1909 war er zu der elenden Wohngemeinschaft hinzugestoßen, die im Letter Bruch hauste. Bovenkamp gehörte ebenfalls zu jenen nicht sesshaften Leuten, die wahlweise als Scherenschleifer, Korbflechter, Kesselflicker oder Landstreicher bezeichnet wurden.
Landstreicherei
Die Landstreicherei war nach § 361 des Strafgesetzbuches des Deutschen Reiches von 1876 ein Vergehen, das mit Haft bestraft wurde. Sie war durch drei Merkmale gekennzeichnet:
Das ziellose Umherziehen ohne festen Wohnsitz
Der Müßiggang („Arbeitsscheu“), d. h. der Unwille, sich eine Arbeit zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zu beschaffen
Die Mittellosigkeit, woraus sich die akute Gefahr ergab, dass man der Allgemeinheit zur Last fiel.
Während Derk und Katharina im Grunde harmlos waren, war Jan den Düwel aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Schon als 20-Jähriger wurde er wegen Erpressung, Hausfriedensbruch und Körperverletzung steckbrieflich gesucht. Auch danach geriet er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. So hatte Bovenkamp bis 1909 als mittlerweile 37-Jähriger ein beachtliches Vorstrafenregister vorzuweisen, das ihm seinen zweifelhaften Namen eingebracht hatte. In der damaligen Unterwelt war Jan den Düwel kein Unbekannter, sondern bestens mit den kleinen und großen Ganoven jener Zeit vernetzt.
Abbildung 3
Da war zum einen der vielfach vorbestrafte Kaczmarek, der über Monate mit einer Diebesbande die Gegend um Stadtlohn, Coesfeld und Dülmen unsicher machte. Ihm wurden unzählige Diebstähle und Gewalttaten zugeschrieben, nur zu fassen bekamen ihn die Ordnungshüter nicht. Er tauchte mal hier und mal dort auf, hielt sich aber ansonsten in Moor und Heide versteckt und ging von dort aus weiter unbehelligt seinem Unwesen nach.
Zum anderen trieb sich ein Dieb namens Makatsch in der Gegend herum. Auf sein Konto ging der Diebstahl einer größeren Menge Leder aus einer Coesfelder Fabrik. Leder war zu jener Zeit ein wertvoller Rohstoff, der sich über Hintermänner im nahe gelegenen Ruhrgebiet gut zu Geld machen ließ.
Der Letter Bruch – Teil eines ausgedehnten Ödlandstreifens, der sich von der Sythener Mark über den Merfelder Bruch bis zum Weißen Venn bei Gescher hinzog – war also Rückzugsort und zugleich Verkehrsweg für die Kriminellen der damaligen Zeit. Wer konnte, mied diese Gegend. Doch Derk, Katharina und Jan den Düwel hatten keine Wahl. Sie hockten zusammen in der alten Hütte – ihre einzige Möglichkeit, dem Winter zu trotzen.
Die Schnapsflasche kreiste schon seit Tagen, doch sie vermochte die drei nur wenig zu erwärmen. In der beklemmenden Enge stieg allmählich der Druck im Kessel, denn Jan den Düwel brachte Unruhe in die Hackordnung. Wann immer Derk gewalttätig gegen Katharina wurde, schaltete er sich als ihr vermeintlicher Beschützer ein. Bis der Kessel am Morgen des 1. Januar 1910 explodierte, Jan den Düwel sein Messer zog und Derk die Flucht ergriff.
Eine schreckliche Entdeckung
Erst einen Tag nach dem Gewaltausbruch wagte sich Derk wieder in die Nähe der Hütte zurück. Der Wind war das einzige Geräusch, das er vernahm. Aus der Hütte waren keine Stimmen zu hören. War der „Düwel“ verschwunden? Derk stieß die morsche Tür auf. Was er dann sah, ließ ihm den Atem stocken. Katharina lag am Boden, unfähig aufzustehen. Ihr Gesicht war blutverschmiert, sie trug eine furchtbare, klaffende Wunde am Kopf. Derk brauchte erst einmal einen tiefen Schluck aus der Schnapsflasche. Aber ob mit oder ohne Alkohol – Derk blieb unfähig, den Ernst der Lage zu begreifen.
Erst am nächsten Tag, als Katharina noch immer darniederlag, schleppte sich Derk in das nahe gelegene Dorf Lette. Dort ging er zum Dorfpolizisten Heinrich Ruthmann und berichtete ihm von der hilflosen, schwer verletzten Frau. Der Sergeant organisierte sofort einen Transportwagen. Doch es war zu spät. Gegen 16:30 Uhr, noch auf dem Weg ins Dorf, stieß Katharina ihren letzten Atemzug aus.
Für Sergeant Ruthmann schien der Fall klar zu sein. Als er die grausamen Kopfverletzungen der Toten sah, fiel sein Verdacht sofort auf Derk. Er verhaftete ihn noch an Ort und Stelle. Nach Jahren als Landstreicher bekam er so erstmals wieder ein festes Dach über dem Kopf – die Decke einer Gefängniszelle.
Die anschließenden Ermittlungen ließen jedoch rasch Zweifel aufkommen. Die Staatsanwaltschaft ließ Derk mangels Beweisen vorerst frei und fahndete stattdessen nach dem untergetauchten Jan den Düwel. Eine Obduktion der Leiche brachte die schaurige Wahrheit ans Licht: Katharinas Schädel war nicht durch ein Messer, sondern durch den wuchtigen Schlag eines schweren Gegenstands – vermutlich eines Beils – gespalten worden.
Der Verdacht gegen Derk erhärtete sich erneut, und er wanderte wieder hinter Gitter. Zugleich wurde aber die Suche nach Bovenkamp fortgesetzt. Es sollte noch bis zum Frühjahr dauern, bis ihn die Polizei im nahe gelegenen Lavesum in einer Scheune habhaft werden konnte. Am Samstag, dem 26. März 1910, klickten dort für Jan den Düwel die Handschellen. Der Verdacht lag nun wieder auf ihm. Aber Indizien sind noch keine Beweise.
Lügen und Intrigen vor Gericht
Am 16. Oktober 1910 herrschte im Münsteraner Schwurgericht drückende Stille. Hatte Jan den Düwel Katharina auf dem Gewissen? Die Indizien hätten nach Ansicht des Staatsanwaltes Müller ausgereicht, um gegen ihn Anklage zu erheben. Jetzt lag es bei Landgerichtsdirektor Brüning, Licht ins Dunkel zu bringen und Bovenkamp des Totschlags zu überführen.
Die Reihe der Zeugen war lang. Hauptbelastungszeuge war Derk Kollenveld, auch wenn der Schnaps fast alle Erinnerungen an die Geschehnisse aus seinem Gedächtnis getilgt hatte. Auf der Zeugenbank befanden sich aber noch zwei weitere Bekannte des Angeklagten: Zum einen der in Untersuchungshaft befindliche Lederdieb Makatsch, den die Polizei ebenfalls im März 1910 hatte fassen können. Zum anderen der Räuber Kaczmarek, der einige Monate später ergriffen worden war und jetzt auf seinen Prozess wartete. So gab es vor Gericht ein Stelldichein jener berüchtigten Ganoven, die den Letter Bruch lange Zeit unsicher gemacht hatten.
Klarheit brachten die Verhöre des Angeklagten und der Zeugen indessen nicht. Stattdessen entspann sich ein Netz aus Lügen und Intrigen. Bovenkamp stritt die Tat vehement ab und beschuldigte Derk, die Tat mit dem Beil ausgeführt zu haben. Dann trat jedoch Makatsch in den Zeugenstand und belastete Jan den Düwel mit seiner Aussage schwer. Er habe den Angeklagten im März in Lavesum getroffen. Dabei habe Bovenkamp ihm gegenüber zugegeben, dass er die Frau mit dem Beil erschlagen habe. Und Makatsch legte noch einmal nach: Schon im Januar habe er Bovenkamp getroffen und sei bei dieser Begegnung mit ihm in Streit geraten. Jan den Düwel habe dabei sein Messer gezogen und gedroht, mit ihm das Gleiche zu machen wie mit der Frau. Sein Kittel sei an diesem Tag noch mit Blut befleckt gewesen.
Doch dann schien sich das Blatt erneut zu wenden. Der Zeuge Kaczmarek trat in den Zeugenstand und gab eine interessante Erklärung ab: Makatsch habe sich bei ihm im Frühjahr nach Derk Kollenvelds Aufenthaltsort erkundigt. Er habe dabei die Absicht verfolgt, eine Aussage abzustimmen, mit der Bovenkamp belastet werden sollte. Makatsch habe also ein Komplott geschmiedet, um die Schuld fälschlicherweise auf Bovenkamp zu schieben. Diese Darstellung verschaffte Bovenkamp in dem Prozess wieder etwas Entlastung. Kaczmarek bekräftigte seine Aussage sogar, indem er sie unter Eid wiederholte. Aber was ist der Eid eines Ganoven vor Gericht wert?
Das Gericht stand vor einem Rätsel aus Lügen, Intrigen und Halbwahrheiten. Der Staatsanwalt plädierte dafür, Bovenkamp schuldig zu sprechen. Die Verteidigung forderte stattdessen einen Freispruch. Doch am Ende wogen die Indizien gegen den Angeklagten schwerer. Die Geschworenen sprachen Recht: Sie erkannten Bovenkamp für schuldig, Katharina mit dem Beil erschlagen zu haben. Das Gericht verurteilte daraufhin Jan den Düwel zu vier Jahren Gefängnis. Eine Revision gegen das Urteil wurde am 8. Dezember 1910 verworfen. Damit war das Urteil rechtskräftig.
Epilog
Derk Kollenveld war nach dem Prozess ein freier Mann. Er führte jedoch weiterhin ein Leben in Armut und Alkohol. Er starb am 21. November 1935 im Alter von 75 Jahren im St.-Johannes-Hospital in Kranenburg am Niederrhein.
Hermann Bovenkamp, alias Jan den Düwel, saß seine Strafe ab. Er starb am 21. Mai 1937 in Borken.
Der Zeuge Kaczmarek musste sich im November 1910 selbst für seine Taten verantworten. In der Verhandlung vor dem Schwurgericht Münster wurden ihm insgesamt 14 Diebstähle nachgewiesen. Das Gericht verurteilte ihn dafür zu fünf Jahren Zuchthaus – ein Jahr mehr, als Bovenkamp für den Totschlag erhielt.
Die Spur des Zeugen Makatsch verliert sich im Ruhrgebiet.
Der Polizist Heinrich Ruthmann war noch bis zum 31. März 1933 im Polizeidienst in Lette und Rorup tätig. Zahlreiche Quellen belegen, dass er immer wieder Ganoven aller Couleur im Letter Bruch aufgriff. Ruthmann war allerdings alles andere als ein mustergültiger Ordnungshüter. Mehrmals wurden gegen ihn selbst Verfahren wegen Meineids, Beleidigung, Korruption und Schlägerei angestrengt, gegen die er sich jedoch immer wieder erfolgreich zur Wehr setzen konnte. Er starb 1960 im Alter von 87 Jahren.
Der Letter Bruch ist heute größtenteils kultiviert. Nur noch wenig erinnern heute daran, dass hier einmal das Westmünsterland endete.
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